Heimatverein der Herrlichkeit Diersfordt e.V.

Lesungen & Vorträge

Dienstag, 28.05.2019    Geschichtliches aus der Heimat-Vortrag von Peter Bruns

Archäologische Funde aus Diersforst, Flüren und Bislich

Der Weseler Peter Bruns (Diplom-Heilpädagoge, 49), der sich seit fast 20 Jahren ehrenamtlich in der Bodendenkmal- und Museumspflege engagiert und hierfür 2012 vom Landschaftsverband Rheinland mit dem LVR-Rheinlandtaler ausgezeichnet wurde, gibt in seinem Vortrag einen abwechslungsreichen Einblick in die reiche Geschichte der Region Diersforst, Flüren und Bislich. Dieses nördliche Stadtgebiet von Wesel zeichnet sich durch eine Vielzahl archäologischer Funde und Fundstellen aus. In den letzten Jahren konnten durch die Auswertung digitaler Gelände- modelle weitere bedeutende Fundstellen in Wald- gebieten erschlossen werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über das archäologische Bodenarchiv vom eiszeitlichen Flusspferdzahn bis zum gewaltigen Heerlager des 80-jährigen Krieges. Der Raum ist Fundschwerpunkt bronze- zeitlicher Schwerter, verfügt über eines der größten frühmittelalterlichen Gräberfelder des Rheinlands, einen der letzten bäuerlichen Wehrspeicher und mit dem Haus Diersfordt und der dreiwalligen Landwehr über eine der ältesten Territorial- befestigungen der Grafschaft Kleve. Das Fundspektrum wird durch ein Areal obertägig erhaltener römischer Marschlager, die 2021 Teil des UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes" werden sollen, abgerundet.

Beginn: 19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Veranstaltungsort: Museum Eiskeller

Eine Spende ist willkommen.
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Sonntag, 28.07.2019    Landwehren am Niederrhein von Peter Bruns

Neue Forschungen zu spätmittelalterlichen Landwehren am Niederrhein

Als Landwehren werden spätmittelalterliche Wall-Graben-Anlagen bezeichnet, die zu Verteidigungszwecken angelegt wurden. Sie können herrschaftlichen Besitz, Kirchspiele oder ganze Territorien umschließen. Territoriallandwehren erreichen mit bis zu fünf Wällen und sechs Gräben die Breite einer vierspurigen Autobahn. Allein auf dem Stadtgebiet von Wesel summiert sich ihre ursprüngliche Länge auf über 25 Kilometer. Trotz dieser beeindruckenden Dimensionen und herausragenden historischen Bedeutung liegen die Relikte der spätmittelalterlichen Landwehren heute weitgehend unbeachtet und unerforscht in der niederrheinischen Landschaft. Der Vortrag stellt die Funktion, den Bau und den Einsatz der Landwehren anhand historischer Quellen vor. Im zweiten Teil wird ein Überblick über die erhaltenen Landwehrabschnitte am Niederrhein gegeben. Neue Forschungsergebnisse zu Landwehren am Niederrhein kommen im dritten Teil zur Vorstellung: Die Datierung der Weseler Landwehren, die Dokumentation der Ringlandwehren des Gutes Schwarzenstein, der Burg Empel und des Amtes Kranenburg sowie neu dokumentierte Landwehren in Rees.

Zur Person: Der Weseler Peter Bruns (Diplom-Heilpädagoge, 49) engagiert sich seit fast 20 Jahren ehrenamtlich in der Bodendenkmal- und Museumspflege. Hierfür wurde er 2012 vom Landschaftsverband Rheinland mit dem LVR-Rheinlandtaler ausgezeichnet. Zu seinen archäologischen Entdeckungen gehören neben Wüstung der klevischen Landesburg Dravewinkel in Wesel-Obrighoven die Befestigungen eines Niederländischen Heerlagers aus dem 80-jährigem Krieg in Wesel-Flüren. Durch die Auswertung digitaler Geländemodelle gelang ihm 2016 der Erstnachweis vorgeschichtlicher Ackersysteme (sogenannter Celtic Fields) an über sechzig Orten in Nordrhein-Westfalen.

Beginn: 14:30 Uhr
Veranstaltungsort: Museum Eiskeller

Museumseintritt (2 Euro für Ew.)
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Mittwoch, 18.09.2019    Geschichtle des Diersfordter Bahnhofs- Vortrag von Bernd von Blomberg

Eine Rückschau auf die Bahngeschichte von Diersfordt und Hamminkeln.

Bernd von Blomberg, ehrenamtlicher Historiker und Stadtführer in Wesel, berichtet in seinem Vortrag über die geschichtliche Entwicklung und amüsante Episoden des Diersfordter Bahnhofs. Mit viel Aufwand ist im Jahre 1899 ein Bahnhof "Diersfordt" eröffnet worden. Wer war daran beteiligt und wie ist der Bahnhof wieder verschwunden? Nach Einweihung der Bahnstrecke Oberhausen - Wesel - Arnheim im Jahre 1856 versuchten einige kleinere Gemeinden ebenfalls einen Anschluss an die große Welt zu bekommen. Der Oberförster und Bevollmächtigte der Herrschaft in Diersfordt, Georg Kiel, war die treibende Kraft. Der Vertrag mit der Eisenbahn-Verwaltung enthielt jedoch eine Klausel, nach der der Haltepunkt auch wieder geschlossen werden konnte. Anfang der 1980er Jahre war die Zahl der Nutzer dieses Haltepunkts so gesunken, dass er unrentabel wurde und geschlossen werden musste.

Bildnachweis Diersfordter Bahnhof 1954 : NRZ,WES 15.01.2019; https://www.nrz.de/staedte/wesel-hamminkeln-schermbeck/zugverkehr-in-wesel-als-diersfordt-einen-bahnhof- hatte-id216208233.html; Foto: pr ; (19.04.2019)

Beginn: 19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Veranstaltungsort: Museum Eiskeller

Kostenbeitrag 2 Euro für Ew.
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Donnerstag, 19.09.2019    Lesezeit am Kamin "Wesel liest" mit Thomas Ohl

"Rheinblick" von Brigitte Glaser

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wesel liest" wird Herr Thomas Ohl M.A. / Wissenschaftlicher Referent LVR-Niederrheinmuseum Wesel- im Museum und Heimathaus Eiskeller aus dem Buch "Rheinblick" von Brigitte Glaser vorlesen.

Beginn: 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Veranstaltungsort: Museum Eiskeller